Veränderungsphasen

Die Veränderungsphasen in einer Organiastionsentwicklung verlaufen auf keinen Fall sequentiell, d.h. in sich abgeschlossen. Sie greifen revolvierend ineinander, sie können auch Schleifen bilden, vor allem sollten sie die emotionale Ebene des Veränderungsprozesses aufnehmen. Das Phasenmodell fordert in jeder Phase eine Sach- und eine Emotionsebene ! Es muß eine klare Ressourcenabgrenzung aufzeigen, es muß aber auch den Aufbau einer "neuen" sozialen Kompetenz beinhalten.

 

Ein differenzierteres Phasenmodell haben Gouillart & Kelly (1995) entwickelt. Sie definieren die Organisationsentwicklung als Unternehmenstransformation (business transformation).  Sie stellen sie als aufeinander abgestimmte Umgestaltung der genetischen Architektur eines Unternehmens dar, die gleichzeitig in vier Dimensionen durchgeführt wird. Dieses Phasenmodell entspricht natürlich der heutigen Sicht unserer Gesellschaft auf Organisationen und deren Leben als soziales System. In vielen wissenschaftlichen Untersuchungen wurde festgestellt, dass es nicht ausreicht, Strategie und Struktur zu verändern, um eine Organisation neu und erfolgreich aufzustellen. Die nur mit grossem Aufwand zu verändernde Organisationskultur ist ein entscheidender Erfolgsfaktor im Change-Management.

Im Modell der business tranformation finden Sie die aus meiner Sicht notwendige

ganzheitliche Perspektive auf die Organisation in ihrem Entwicklungsprozess. Eine Organisation lebt und alle in ihr arbeitenden "Organismen" müssen entsprechend der genetischen Architektur in der passenden Phase mitgenommen werden.